Allgemein, American Football, Teams und Spieler

NFL Teams – San Francisco 49ers

Ich möchte hier auch nach und nach die Teams der NFL vorstellen. Ich habe mich entschieden mit einem Team anzufangen, das mir besonders am Herzen liegt – den San Francisco 49ers. Auch wenn die erfolgreichen Jahre des Teams aus Kalifornien etwas zurückliegen, verfolge ich die Spiele immer noch sehr gerne. Natürlich auch immer verbunden mit der Hoffnung, dass es ebenso schnell wieder bergauf geht wie es in den letzten Jahren abwärts ging.

Wer meine Über mich-Seite angeschaut hat, weiß, dass die 49ers in dem ersten Super Bowl gespielt haben, den ich gesehen habe. Im Jahr 2013 unterlagen sie hier knapp den Baltimore Ravens. Und wie man so schön sagt: Die erste Liebe vergisst man nicht. So geht es mir auch mit diesen beiden Teams und besonders mit San Francisco.

History and Facts – San Francisco 49ers

Die San Francisco 49ers waren mit ihrem im Jahr 1946 gegründeten Team die erste Franchise in den großen Profisportligen der USA, die an der Westküste beheimatet war. Die 49ers spielen in der Western Division in der NFC (National Football Conference). Sie haben seither fünfmal den Super Bowl gewonnen, wobei sie bei den ersten vier Titeln (1981, 1984, 1988 und ‘89) von dem legendäre Quarterback Joe Montana angeführt wurden. Montana wird von vielen Experten nach wie vor als einer der besten Quarterbacks aller Zeiten gesehen und hat im American Football seinerzeit definitiv neue Maßstäbe gesetzt.

JoeMontana_Q

Nachdem San Francisco Ende der 70er Jahre noch in einer Krise steckte, kam mit dem neuen Head Coach (Cheftrainer) Bill Walsh der Umschwung. Durch die 4 Super Bowl Siege zwischen 1981 und 1989 haben sich die 49ers für eine recht lange und prägende Zeit an die Spitze ihrer Sportart gesetzt. Die erfolgreichsten Jahre des Teams sind damit die 80er Jahre, was ihnen auch den Namen Team of the decade bzw. Team der Achziger eingebracht hat.

Goldmine

Der offizielle Teamname 49ers hingegen geht auf die Forty-Niners (Neunundvierziger) zurück. So werden die Personen genannt, die am kalifornischen Goldrausch beteiligt waren, der im Jahr 1849 begann, nachdem man im Jahr zuvor das erste größere Goldvorkommen in Kalifornien gefunden hatte.

Hierzu passend sind die Teamfarben der kalifornischen Mannschaft. Der Helm ist in Gold gehalten und hat rote Akzente. Auch die Hosen sind goldfarben und werden wahlweise mit roten oder weißen Trikots kombiniert. Das Maskottchen ist Sourdough Sam, ein Goldgräber mit Cowboy-Hut und goldenem Halstuch – Sourdough ist zum einen der Sauerteig, aus dem die Goldsucher ihr Brot gebacken haben und zum anderen eine Bezeichnung für erfahrene Goldsucher, die in Yukon (Kanada) Gold schürften.

Heute sind die San Francisco 49ers, wie schon kurz erwähnt, nicht auf dem besten Niveau unterwegs. Seit der Super Bowl Teilnahme im Jahr 2013 gab es verschiedene Probleme, die dazu führten, dass seither nach jeder Saison ein neuer Head Coach eingesetzt wurde. Derzeit versucht Kyle Shanahan sein Glück. In der letzten Saison war dieser noch Offensive Coordinator der Atlanta Falcons, die im vergangenen Super Bowl standen. In der aktuellen Saison konnte Shanahan mit den 49ers im 10. Spiel endlich den lange ersehnten ersten Sieg einfahren.

Mari’s Thoughts

Die 49ers sind nicht nur bei mir, sondern auch ansonsten international eines der bekannten und recht beliebten Teams, deshalb wäre es schade, wenn sie sich nicht aus der derzeitigen Krise befreien könnten. Über die Gründe kann man viel spekulieren, jedoch aus der Entfernung wenig definitives sagen. Einige Entscheidungen, z.B. bezüglich der Coaches und Quarterbacks können jedoch durchaus angezweifelt werden. Ende Oktober hat San Francisco nun den bisherigen Starting-Quarterback Brian Hoyer nach sehr durchwachsenen Leistungen entlassen. Ich persönlich habe schon die Verpflichtung von diesem nicht nachvollziehen können, da er bei seinen vorigen Stationen ebenfalls nicht überzeugend gespielt hat. Jedenfalls haben die Niners im gleichen Zuge einen neuen Quarterback verpflichtet – Jimmy Garoppolo von den New England Patriots. Dieser hat im vergangenen Jahr für kurze Zeit den gesperrten Tom Brady bei den Patriots ersetzt und sich dort ziemlich gut präsentiert. Seit der Entlassung von Hoyer startet C.J. Beathard als Quarterback während der neu verpflichtete Garoppolo noch etwas Zeit bekommt, um sich in die Mannschaft und vor allem in das Konzept der Offensive einzuarbeiten.

Jimmy Garoppolo, C.J. Beathard
Die aktuellen Quarterbacks der 49ers, Jimmy Garoppolo und C.J. Beathard

Insgesamt wächst meine Hoffnung auf erfolgreichere Zeiten der San Francisco 49ers auf jeden Fall. Die Coaches um Kyle Shanahan scheinen gute Ansätze zu haben und obwohl erst ein Sieg auf dem Konto steht, hatte das Team in dieser Saison schon einige starke Momente. Auch die positiven Auftritte der letzten Wochen, insbesondere des 24-jährigen C.J. Beathard sind vielversprechend. Obendrein macht die Verpflichtung des talentierten Jimmy Garoppolo Mut für die Zukunft. Ob er für San Francisco der erhoffte Heilsbringer werden kann, wird sich zeigen – zu wünschen wäre es ihm und dem Team.

Unterwegs

Seattle – eine Woche in Amerika

Dieses Jahr konnte ich mir endlich zwei große Wünsche erfüllen, über die ich hier berichten möchte, auch um sie somit für mich selbst nochmals Revue passieren zu lassen. Es handelt sich um den Traum, in die USA zu reisen und dort ein American Football Spiel zu besuchen. Bisher hatte ich die Spiele der NFL im TV oder Live-Stream gesehen und obwohl ich auch in Deutschland schon bei Football Spielen der deutschen Football Liga (GFL) war, wollte ich unbedingt in einem der amerikanischen Stadien ein Spiel sehen und die Atmosphäre dort erleben.

Vor fast zwei Monaten, Mitte September, war es dann endlich so weit. Die Reisebegleitung war schnell gefunden – mein Bruder, der ähnlich begeistert von Football ist wie meine Wenigkeit. Auf das genaue Ziel der Reise mussten wir uns im Grunde gar nicht mehr einigen, da dies ohnehin klar war. Seattle, eine vollkommen Football-verrückte Stadt sollte es sein und ein Spiel der dort ansässigen Seattle Seahawks, die ihre Heimspiele im Century Link Field bestreiten.

Ein „ruhiger“ Anreisetag

Nach etwa 10 Stunden Flug kamen wir in Seattle an. Der Landeanflug erfolgte über die Stadt, was zur Folge hatte, dass wir mit Begeisterung das Century Link Field von oben sehen konnten. Nachdem wir den Weg vom Flughafen quer durch die Stadt zu unserem Hostel hinter uns hatten und dort eingecheckt waren, machten wir uns daran die Gegend zu erkunden. Unser total schönes Hostel lag im Stadtteil Fremont, der einige Kuriositäten, darunter eine Bronzestatue von Vladimir Lenin und den Fremont Troll, zu bieten hat. In dem alternative Viertel gibt es außerdem einige tolle Bars, Restaurants und außergewöhnliche Shops.

Fremont Troll
Eines der etwas kuriosen Wahrzeichen von Fremont – der Fremont Troll unter der Aurora Bridge

Da man meiner Meinung nach eine Stadt am Besten zu Fuß entdecken kann, gingen wir den Burk-Gilman Trail von Fremont in Richtung dem angrenzenden Stadtteil Ballard. Der Weg ist ruhig am Wasser gelegen und führt an weiteren Skulpturen sowie an der Fremont und der Aurora Bridge vorbei. In Ballard haben wir einige Zeit im botanischen Garten und den Hiram M. Chittenden Locks, einer 100 Jahre alten Schleusenanlage, verbracht. Abendessen gab es im Red Mill Totem House, wo wir nach einem langen Tag unglaublich leckere Burger, Fish and Chips und Onion Rings genossen haben.

Ballard Locks, Hiram M. Chittenden Locks
Sonnenuntergang an den Hiram M. Chittenden Locks

Go Hawks! American Football

Der zweite Tag stand ganz im Zeichen des American Football Spiels zwischen den Seattle Seahawks und den San Francisco 49ers. Nach einem raschen Frühstück machten wir uns auf den Weg zum Stadion. Als wir dort gegen zehn Uhr ankamen, war bereits einiges geboten und es gab außerhalb der Sportstätte zahlreiche Fan-Shops, Buden mit Hot-Dog und Burger im Angebot, sowie viele andere Fans der Seattle Seahawks, die bereits hier für eine beeindruckende Stimmung sorgten. Knappe drei Stunden verbrachten wir hier, bevor wir uns ins Innere des Stadions begaben. An unseren Plätzen angekommen, warteten wir gespannt auf das übliche Prozedere vor Spielbeginn. Und dann ging es los.

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Century Link Field – Stadion der Seattle Seahawks

Die amerikanische Flagge auf dem Spielfeld, die Nationalhymne vorgetragen/ gespielt von Pearl Jam Gitarrist Mike McCready, das Auflaufen der Spieler und schließlich der Kick-Off, also der Beginn des Spiels. Die Atmosphäre war von Beginn an aufgeladen – immerhin war es das erste Heimspiel der Saison. Besonders bei Ballbesitz der Gegner wurde von den Seahawks-Anhängern Lärm veranstaltet, den man sich nicht vorstellen kann. Das wird gemacht, um der gegnerischen Offensive die Verständigung zu erschweren. Im Century Link Field, bekannt als eines der lautesten Stadien der NFL, werden Werte über 130 Dezibel gemessen und sogar an den seismischen Messstationen der Region kann man den Jubel der Fans ablesen, wenn beispielsweise ein Touchdown erlangt wird. Das Match konnten die Seattle Seahawks knapp mit 12-9 für sich entscheiden und dementsprechend ausgelassen war die Stimmung in der sportbegeisterten Stadt auch nach dem Spiel. Den Abschluss des Tages bildete ein gemütliches Essen in einer Bar, in der natürlich, wie in fast allen Restaurants und Bars die anschließenden Spiele anderer Teams der NFL gezeigt wurden.

Seattle – Ein bisschen Sightseeing muss sein

Auch am dritten Tag hatten wir einiges vor, so dass wir – auch durch den Jetlag begünstigt – wieder früh in den Tag starteten. Frühstück gab es dieses Mal in Downtown Seattle im Moore Café. Hier stärkten wir uns mit frisch zubereiteten Waffeln und Heißer Schokolade.

Moore Café
Heiße Schoki im Moore Café – Suuuper lecker 🙂

Ansonsten standen der bekannte Pike Place Market mit seinen Fischständen und Souvenirshops und die Hafenpromenade auf dem Plan. Eher zufällig entdeckten wir ein paar Einkaufszentren, da wir uns vor dem Regen ins Trockene flüchten wollten. Den Rest der Outdoor-Aktivitäten verlegten wir dann auch auf unseren letzten Tag, da für Ende der Woche wieder besseres Wetter prognostiziert war. Dazu unten mehr.

Roadtrip: Olympic Peninsula – auf den Spuren von Bella und Edward

Für drei Tage hatten wir die Möglichkeit mit einem Auto der Stadt zu entfliehen. Über den Süden ging es in Richtung Olympic-Halbinsel, von der ein Großteil vom Olympic-Nationalpark abgedeckt ist. Zunächst verbrachten wir einen Tag in den atemberaubend schönen Regenwäldern (Quinault und Hoh Rain Forest), die mit ihren riesigen Bäumen, Farnen und moosbewachsenen Zweigen wie ein verzauberter, wilder Märchenwald wirken.

Am Abend kamen wir in Forks an – ja, die Twilight Stadt. Wir trafen weder auf Vampire noch auf Werwölfe, dafür handelte ich mir einiges Stirnrunzeln meines Bruders ein, der mit dem ganzen Hype verständlicherweise noch weniger anfangen kann als ich 😉 Als wir am nächsten Tag einen Zwischenstopp an La Push Beach machten, war ich froh, dass mir der Ort aus der Twilight-Saga bekannt war. Ganz abgesehen von der Referenz hierzu war dies nämlich ein wunderschöner Abstecher, an die Küste des Pazifiks.

Nach einiger Zeit auf dem fast leeren Highway kamen wir zur nächsten Stadt – Port Angeles. Von hier machten wir uns auf den Weg ins Landesinnere der Halbinsel, wo sich ein Gebirge erstreckt. Von der Stadt, die auf Meereshöhe liegt, führt eine Bergstraße zum Hurricane Ridge Visitor Center, das auf 1670 Metern Höhe liegt. Von dort aus haben wir uns einen Wanderweg ausgesucht, der zum Hurricane Hill führte, von dem man einen tollen Blick auf das Meer, Port Angeles und bei gutem Wetter sogar bis nach Kanada hat. Dort haben wir außerdem Rehe, Murmeltiere und kleine Streifenhörnchen gesehen.

OlympicNational
Olympic National Park am frühen Morgen

Der letzte Tag auf der Olympic-Halbinsel hat uns zur Olympic Game Farm geführt. Hier kann man im eigenen Auto eine Art Safari machen, bei der man viele Tiere sehen kann, u.a. Büffel, Bären, Wapitis, Wölfe und Polarfüchse. Wir hatten das Glück, dass an diesem Tag nicht viel los war und wir schön langsam fahren konnten und auch des Öfteren anhalten konnten, um die Tiere zu betrachten und zu füttern.

Büffel
Büffel in der Olympic Game Farm

Diese drei Tage in der faszinierenden Natur waren für mich mindestens genauso schön wie das Football und ich bin unendlich froh, dass wir uns die Halbinsel angesehen haben!

Seattle – Sightseeing 2.0

Unseren letzten Tag starteten wir am Kerry Park, von dem man eine super schöne Sicht auf die Skyline von Seattle und das Meer hat. Und man muss keinen Eintritt bezahlen, wie etwa auf der Space Needle und den anderen Aussichtstürmen.

KerryPark
Aussicht vom Kerry Park

Das zweite Highlight war an diesem Tag der Nachmittag, da wir uns dafür entschieden hatten mit einem Wassertaxi über die Bucht vor Seattle zu fahren. So sahen wir die Skyline noch einmal vom Wasser aus. Auf der anderen Seite der Bucht haben wir Robben und einige andere Meerestiere gesehen, bevor wir gegen Abend wieder mit dem Wassertaxi in die Stadt zurück gefahren sind.

Seattle Water Skyline
Blick vom Wassertaxi auf die Skyline von Seattle

 

 

Basics

Barbecue Sauce

Ein absolutes Basic, das für mich bei vielen amerikanischen Gerichten und besonders bei gegrillten Leckereien dazugehört, ist eine Barbecue Sauce. Kaufen kann man mittlerweile so viele, dass es zumindest mir so geht, dass ich mich nur schwer für eine entscheiden kann. Deshalb habe ich versucht selbst eine herzustellen, die auf meinen Geschmack abgestimmt ist. Obendrein hat die homemade-Variante natürlich den Vorteil, dass ich genau weiß, was in der Sauce ist und ich ohne Inhaltsstoffe auskommen kann, die ich nicht in meinem Essen haben möchte.

BBQ-Sauce

Zutaten BBQ-Sauce

• 1 Zwiebel
• 4 Knoblauchzehen
• 1 Dose Tomatenmark (70g)
• 5- 10 EL Ketchup
• 200ml Cherry Cola
• 200 ml Rauchbier (Zimmertemperatur)
• 5EL brauner Rohrzucker
• 1 EL Honig
• 1 EL Apfelessig
• 1 EL Balsamico Essig
• 20 ml Whiskey
• 1/2 TL Chipotle Chili (oder andere getrocknete, gehackte Chili)
• 1/2 TL Rauchsalz
• 1/2 TL geräucherter Paprika (Pulver)
• Gewürze (Curry, Ingwer, Thymian, Rosmarin)


Zubereitung BBQ-Sauce

Die Zwiebel und den Knoblauch würfeln und in einer Pfanne mit etwas Öl leicht bräunen. Das Tomatenmark dazugeben und mit Chipotle Chili, Rauchsalz und etwas Curry, Ingwer, Thymian und Rosmarin würzen. Wenn die Mischung eine leichte Bräunung annimmt, mit dem Cherry Cola ablöschen und köcheln lassen, bis es auf etwa 1/3 der Menge reduziert ist.

Währenddessen in einem separaten Topf den Rohrzucker karamellisieren. Wenn der Zucker flüssig ist den Honig hinzugeben und bei mittlerer Hitze mit dem Zucker verrühren bis beides eine flüssige Masse ergibt. Den Apfelessig und den Balsamico einrühren und kurz aufkochen lassen. Anschließend das Bier und den Whiskey langsam dazu gießen, damit der Zucker nicht wieder fest wird. Danach kochen lassen und so auf etwa 1/3 reduzieren.

BBQ-Sauce

Die Zwiebel-Cola-Mischung in den Topf dazugeben und die beiden Mischungen nach Geschmack mit Ketchup vermengen und nochmals 20 Minuten bei schwacher Hitze köcheln lassen.

Am Ende das geräucherte Paprika-Pulver dazugeben und die Sauce (mit einem Stabmixer) pürieren.


Ich habe die Sauce schon ein paar Mal gemacht und mag sie besonders zu Spare Ribs und auf Burgern (McRib-Style). Mit den Mengenangaben in diesem Rezept kommt man für ca. 10 Leute hin.
Ich wünsche euch viel Spaß beim Nachkochen und hoffe, dass sie euch auch schmeckt. Falls dies der Fall ist, oder ihr vielleicht eigene Ideen oder Anregungen habt, würde ich mich über einen Kommentar freuen.

In Deutschland

American Football in Mannheim

Im Rahmen eines Blogger-Kurses an meiner Universität haben wir die Aufgabe bekommen unseren eigenen Blog zu erstellen und als ersten Beitrag etwas in Verbindung mit Mannheim zu schreiben. Da ich in Mannheim studiere und in der Stadt viel Zeit verbringe, gibt es von mir einen Beitrag über American Football in Deutschland und speziell in Mannheim.

• American Football in Deutschland

Während anfangs hauptsächlich die in Deutschland stationierten Soldaten der US-Armee Football gespielt haben, gibt es mittlerweile in beinahe jeder größeren Stadt ein American Football Team. Die übergeordnete Organisation von American Football und Cheerleading in Deutschland ist der 1982 gegründete American Football Verband Deutschland (AFVD). Die Teams des American Football sind in einem Ligasystem aus 2 höheren (Bundes-)Ligen, Regional- und Oberliga, sowie niedrigere Ligen organisiert.

Ligasystem
Deutsches Football-Ligasystem

 

• GFL – German Football League

Die GFL (German Football League), sozusagen das deutsche Äquivalent zur amerikanischen NFL gibt es seit 1979. Sie ist die höchste Liga in Deutschland. Seit ihrem Bestehen wird auch die Meisterschaft zwischen allen deutschen Mannschaften ausgetragen. Die Liga ist in eine Nord- und Südgruppe unterteilt, die jeweils aus 8 Mannschaften bestehen.

Am Ende der regulären Saison werden zwischen den besten 4 Teams der jeweiligen Gruppe die Playoffs ausgespielt, die schließlich zum Finale – der deutschen Meisterschaft – führen. Dieses wird German Bowl genannt und wird seit 2012 in Berlin im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark ausgetragen. In der Saison 2017 konnten sich hier die Schwäbisch Hall Unicorns gegen die New Yorker Lions aus Braunschweig durchsetzen, denen sie sich in den drei vergangenen Jahren geschlagen geben mussten. Die Lions sind Rekordsieger (mit 11 Titeln) und die Mannschaft mit den meisten Teilnahmen (17) am German Bowl.

GermanBowl
Logo des letzten German Bowl (www.germanbowl.de)

• Mannheim Bandits

Das in Mannheim ansässige American Football Team sind die Mannheim Bandits (früher Rhein Neckar Bandits). Das 2003 gegründete Team hat in der Saison 2012 den Aufstieg in die GFL 1 geschafft und hat in den ersten beiden Jahren einige Erfolge eingestrichen. So konnten sie sich in der ersten Saison als Aufsteiger als Zweitplazierte in der GFL Süd für die Playoffs qualifizieren. Auch im zweiten Jahr sicherten die Mannheimer sich die Teilnahme an den Playoffs, schieden aber wie im Vorjahr im Viertelfinale aus. In den darauf folgenden Jahren hatten die Bandits Schwierigkeiten sich in der ersten Liga zu halten. Nachdem sie nach der Saison 2016 aus der GFL in die GFL 2 abgestiegen waren, löste sich die erste Mannschaft auf und so wurde für ein Neuanfang in der niedrigsten Klasse, der Kreisliga Ba/Wü entschieden. Diese konnten die Bandits in der Saison 2017 erfolgreich und an zweiter Stelle der Tabelle beenden.

• Banditaz, Flag Football und Juniors

Neben der 1. Mannschaft der Männer gibt es auch andere Teams, die zu den Bandits gehören. Zunächst mal, da es für mich persönlich sehr interessant ist, gibt es natürlich auch eine Damenfootball-Mannschaft in Mannheim, die Banditaz.

Practice Football

Diese befinden sich seit 2016 im Wiederaufbau und suchen nach wie vor interessierte Ladies, die sie unterstützen. Auf ihrer Homepage schreiben sie, dass man sich auch gerne ohne Vorkenntnisse melden darf oder beim Training vorbeikommen kann. Die Trainingszeiten sind: Montag von 20-22 Uhr und Mittwoch von 19-22 Uhr.

Außerdem gibt es die Juniors, genauer die U-13, U-16 und U-19. Die Jüngsten, also die in der U-13 untergebrachten Jungs und Mädels spielen in Mannheim normalerweise auch schon die Kollisionsvariante (Tacklefootball) des American Football. Neben dieser gibt es Flag Football, an dem sich auch die U-13 der Bandits diesen Sommer erstmals probiert hat. Der wesentliche Unterschied von Flag Football zum herkömmlichen Football ist, dass die Verteidigung den Angreifer stoppt, indem sie ein Fähnchen (Flag) aus dessen Gürtel zieht statt dem üblichen Tackling. Der Vorteil ist hier, dass die Verletzungsgefahr deutlich geringer ist. Deshalb stellt diese Variante vor allem für Kinder und Jugendliche eine gute Alternative dar.

Flag Football
Kinder, die Flag Football spielen

Die Nachwuchs-Footballer der U-16 spielen derzeit in der Regionalliga. Hier stehen wie bei den Erwachsenen bereits 11 Spieler auf dem Platz, während es bei den Jüngeren nur 5-9 Spieler sind. Biszur U-16 dürfen außerdem Mädchen und Jungen gemeinsam spielen.

In der höchsten Altersklasse der Juniors (U-19) spielen die Jahrgänge 1999-2002 gegeneinander. Die Bandits treten in der GFL Juniors Süd an und haben in der abgelaufenen Saison den fünften Platz erreicht.

Unsere Dozentin führt selbst einen Buchbolg: Schreibtrieb
Und auch die anderen Teilnehmer des Kurses haben total spannende Blogs, die ich euch auf jeden Fall empfehlen kann:

schwabokultur (das Leben in zwei Kulturen)

Naturelover502 (Naturliebe, so einfach kann es sein)

Bücherpension (Buchblog)

Marina Del Rey (Literaturblog)

Life of Marsite  (über das Leben in Spanien)

Lesekrümel (Buchblog, zu Kinderbüchern)

Zauberhafte Lesestunden (Buchblog)

Tasty Mind Blog (veganer Backblog)

Huddle with Mari (Football)

Gemütsgarten (Gartenblog)

Reise mit MC (über das Leben mit MC)